Abschied nehmen heißt auch, dem verlorenen, geliebten Menschen einen Platz zuzuweisen, an dem er weiterlebt. In den Gedanken, im Herzen und in der Erinnerung. Dem Trauernden gehört alle Zeit der Welt und das gilt auch für die Wahl des Grabmales. Erst wenn die Zeit reif ist, sich bewusst damit ausseinander setzen zu können, ist es auch Zeit, darüber zu sprechen.

Das Grabmal ist ein Trost, ein Weg der Selbstbegleitung im Trauerprozess, eine Art „Geheimsprache“ zwischen dem Verstorbenen und den Angehörigen. Das Grabmal weckt Gedanken und Gefühle und hält den Kontakt der Lebenden zu den Toten aufrecht und darum darf und soll es persönlich sein. Nur so bleibt der Verstorbene im für ihn gesetzten Zeichen als einzigartiges Wesen spürbar.

Das Grabzeichen ist ein sorgfältig auszuwählender Träger der Individualität. Bereits die Wahl des Materials bildet die Brücke vom Denkmal zum Andenken. Ein heller, weicher Sandstein drückt zum Beispiel etwas ganz anderes aus als ein dunkler und harter Granit. Im weiteren Entwurfsprozess spielen dann auch Form, Schrift und Symbolik eine wichtige Rolle. In gemeinsamen Gesprächen nehmen Ihre Ideen und Vorstellungen Gestalt an.